Alexander von Bernus

Dichter, Alchemist und Spagyriker


Frühe Jahre Alexander von Bernus wurde am 6. Februar 1880 geboren. Seine ersten vier Lebensjahre verbrachte er in Manchester; vermutlich der Grund für seine spätere Leidenschaft für die englischen Romantiker. Schon als Kind sammelte er tiefgehende Erfahrungen in der geistigen Welt. So schreibt er als Achtjähriger:

„Ich weiß es, daß die Toten leben,
Ich spüre, daß sie um uns sind.
Wenn sie die langen Klostergänge hinziehen,
ist's wie kühler Wind.
Ich weiß es, daß die Toten leben,
Und doch sind sie alle dafür blind.“

Soluna-Gruppe
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Stift Neuburg Alexander von Bernus verbrachte den Großteil seiner Jugend auf Stift Neuburg am Neckar bei Heidelberg, das er 1908 erbte. Dieses Stift war stets ein kultureller Anziehungspunkt. Rudolf Steiner, Stefan George und weitere geistige Größen waren häufig zu Besuch. Im Jahr 1926 verkaufte er das Stift an die Benediktinerabtei Beuron, welche es im 12. Jahrhundert erbaut hat.

Schwabinger Zeit Der junge Alexander ging 1902 nach München und studierte bis zum Sommersemester 1905 deutsche Literatur des Mittelalters und der Romantik. Mit 22 übernahm er die Leitung der Zeitschrift „Die Freistatt“. In dieser schrieben namhafte Literaten, die das Münchner Schwabing der Jahrhundertwende berühmt machten. So stand er mit Rainer Maria Rilke, Stefan Zweig, Thomas Mann und Herrmann Hesse jahrelang in freundschaftlicher Beziehung.

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Der deutsche Schriftsteller Klaus Mann (1906–1949): „Das Haus Bernus stand in enger Beziehung zu Rudolf Steiner; trotzdem waren der Baron und Frau Imogen natürlich mehr als durchschnittliche Anthroposophen. Bildungsreichtum und Phantasie, das Poetische, das in ihnen mächtig war, bewahrten sie davor jemals in den dünkelhaften Sektenton zu verfallen. Sie blieben wirkliche Mystiker, während sie Anhänger einer bestimmten und festgelegten Geheimlehre waren.“

Freundschaft mit Rudolf Steiner Alexander von Bernus begegnete Rudolf Steiner zum ersten Mal 1910 in München. Die gegenseitige Sympathie entwickelte sich zu einer tiefen und beidseitig anregenden Freundschaft, bis zum Tod von Rudolf Steiner im Jahre 1925. — Rudolf Steiner lieferte zahlreiche Artikel in der von Alexander von Bernus herausgegebenen Vierteljahresschrift „Das Reich“.

Laboratorium SOLUNA Alexander von Bernus fühlte sich stark der Romantik, mit ihrem Bemühen, die verlorene Einheit der Welt wiederherzustellen, verbunden. Dies machte ihn für die alchemistische Philosophie empfänglich: Er entwickelte die Herstellungsvorschriften und Rezepturen der SOLUNA Heilmittel. 1921 gründete er das Laboratorium SOLUNA.

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Alexander von Bernus zu seinem ständigen Suchen und seiner pulsierenden Kreativität:
„Das Auf-der-Suche-sein und vom Gefundenen immer wieder zum nächsten Weiterziehen; das unentwegte Ziehen und Ziehen hat nichts mit schlechtem Gewissen zu tun, sondern ausschließlich mit der ewigen Unrast, die vielleicht unser bestes Teil ist. Ob dieses nun die Unruhe zu Gott oder die Unruhe zur Welt ist: auf die Unruhe kommt es an. Die meisten, die sie überhaupt je besessen haben oder besitzen, besitzen sie in ein paar Jugendjahren, und wenn die vorüber sind, ist die Unruhe dahin. Dann werden sie zu Bürgern. Der Bürger ist der Mensch ohne Unruhe.“

Alexander von Bernus war Dichter, Alchemist, Spagyriker und Freigeist. Gebunden an seine ungeheure Schaffenskraft, hat sich seine geistige Größe in etwa 160 literarischen Titeln und den SOLUNA Heilmitteln niedergeschlagen.
Er starb 85-jährig am 6. März 1965.

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